Die Wahl der Beschaffungsstrategie entscheidet mit über Ihre Energiekosten. Festpreis, Tranchenbeschaffung und Spot-Index haben jeweils klare Stärken – die richtige Wahl hängt von Verbrauch, Lastprofil, Risikoneigung und Budgetprozess ab.

Festpreis: maximale Planungssicherheit

Beim Festpreis wird der gesamte Bedarf zu einem Zeitpunkt zu einem festen Preis eingekauft. Der Vorteil: volle Kalkulationssicherheit über die Vertragslaufzeit – ideal für Unternehmen mit knappen Budgets und klarer Planungspflicht. Der Nachteil: Sie binden sich an das Marktniveau des Abschlusszeitpunkts und profitieren nicht von späteren Preisrückgängen.

Tranchenbeschaffung: Preisspitzen glätten

Bei der Tranchenbeschaffung wird der Jahresbedarf in mehrere Teilmengen (Tranchen) aufgeteilt und über einen Zeitraum zu unterschiedlichen Marktzeitpunkten eingekauft. Das glättet Preisspitzen und nutzt günstige Marktphasen. Für verbrauchsstarke Unternehmen und die Industrie ist die Tranchenbeschaffung häufig die wirtschaftlichste Wahl – erfordert aber eine kontinuierliche Marktbeobachtung.

Spot-/Index-Modell: nah am Markt

Beim Spot- oder Index-Modell orientiert sich der Preis direkt an der Börse (z. B. EEX für Strom, TTF für Gas). Das bietet maximale Marktnähe und Chancen in fallenden Märkten – aber auch volle Preisschwankung. Geeignet für Unternehmen, die kurzfristige Schwankungen aktiv steuern können und wollen.

Welche Strategie passt zu wem?

  • Festpreis – für alle, die Planungssicherheit über alles stellen.
  • Tranche – für verbrauchsstarke Unternehmen, die Risiko streuen und günstige Phasen mitnehmen wollen.
  • Spot/Index – für risikobewusste Verbraucher mit aktivem Energiemanagement.

Oft ist eine Kombination sinnvoll – etwa ein Grundstock als Festpreis plus Tranchen für den flexiblen Anteil. Welche Strategie zu Ihrem Lastprofil passt, klären wir vor jeder Ausschreibung individuell.

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