LASTSPITZENMANAGEMENT · B2BLastgang · Leistungspreis · Peak Shaving
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Lastspitzenmanagement — Spitzenlast senken, Energiekosten drücken.

Eine einzige Lastspitze kann Ihre Energiekosten für ein ganzes Jahr nach oben treiben. Wir analysieren Ihren Lastgang, zeigen konkrete Hebel zur Spitzenlastoptimierung und verzahnen das Ganze mit einer strategischen Beschaffung — unabhängig, persönlich und für Sie kostenfrei.

  • Lastgang-Analyse aus Ihren 15-Minuten-Werten
  • Peak Shaving durch Lastmanagement & Speicher
  • Netzentgelt-Hebel nach § 19 StromNEV prüfen

Was ist eine Lastspitze — und warum ist sie so teuer?

Als Lastspitze bezeichnet man den höchsten viertelstündlichen Leistungswert (in Kilowatt), den Ihr Betrieb innerhalb des Abrechnungszeitraums erreicht. Bei Kunden mit registrierender Leistungsmessung (RLM) wird dieser Lastgang lückenlos in 15-Minuten-Werten erfasst. Der Punkt, der viele Betriebe überrascht: Für die Netznutzung zahlen Sie nicht nur einen Arbeitspreis pro Kilowattstunde, sondern zusätzlich einen Leistungspreis pro Kilowatt Ihrer Jahreshöchstlast.

Das bedeutet konkret: Ein einziger, wenige Minuten dauernder Verbrauchsgipfel — etwa weil mehrere große Maschinen zufällig gleichzeitig anlaufen — legt den Leistungspreis für das gesamte Abrechnungsjahr fest. Diese eine Viertelstunde bezahlen Sie zwölf Monate lang mit. Wer seine Spitzenlast kennt und gezielt senkt, reduziert damit nicht den Verbrauch, sondern eine eigenständige, oft unterschätzte Kostenkomponente.

Die Hebel der Spitzenlastoptimierung

Peak Shaving durch Lastmanagement: Der direkteste Hebel ist, Lastspitzen erst gar nicht entstehen zu lassen. Ein Lastmanagement-System überwacht die aktuelle Leistung und verschiebt oder drosselt einzelne Verbraucher, bevor eine neue Spitze erreicht wird — etwa indem energieintensive Prozesse zeitlich entzerrt statt parallel gefahren werden.

Lastverschiebung (Demand Side Management): Flexible Verbräuche werden gezielt in Zeiten niedriger Gesamtlast oder günstiger Börsenpreise verlagert. Das glättet den Lastgang und kann bei einem Spot- oder Index-Vertrag zusätzlich die Beschaffungskosten senken.

Batteriespeicher: Ein gewerblicher Speicher deckt kurzzeitige Lastgipfel aus der Batterie ab, statt sie aus dem Netz zu ziehen. So wird die gemessene Spitzenlast gekappt, ohne den Betriebsablauf zu verändern — besonders wirksam bei kurzen, hohen Lastspitzen.

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG: Wärmepumpen, Ladepunkte und ähnliche Einrichtungen lassen sich netzdienlich steuern und können reduzierte Netzentgelte auslösen. Für wachsende Elektrifizierung im Betrieb ein zunehmend wichtiger Baustein.

Netzentgelte gezielt senken — § 19 StromNEV

Neben dem Leistungspreis bietet die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) weitere Ansatzpunkte. Betriebe mit einer atypischen Netznutzung — deren Lastspitze verlässlich außerhalb der allgemeinen Hochlastzeiten des Netzbetreibers liegt — können nach § 19 Abs. 2 StromNEV ein individuell reduziertes Netzentgelt erhalten. Auch für eine sehr gleichmäßige, intensive Netznutzung mit hoher Benutzungsstundenzahl sieht die Verordnung reduzierte Entgelte vor.

Ob und in welchem Umfang Sie profitieren, hängt vom konkreten Lastgang und vom jeweiligen Netzbetreiber ab. Genau deshalb steht am Anfang immer die Auswertung Ihrer realen Messwerte — nicht eine pauschale Faustregel.

Lastmanagement und Beschaffung gehören zusammen

Ein optimierter Lastgang wirkt doppelt: Er senkt Leistungspreis und Netzentgelte — und er verbessert Ihre Position in der Strombeschaffung. Denn ein geglättetes, planbares Lastprofil ist für Versorger leichter zu kalkulieren und führt im Wettbewerb häufig zu besseren Konditionen. Wir betrachten beides gemeinsam: Erst verstehen wir Ihren Lastgang, dann schreiben wir Ihren Bedarf über ein Bündel aus 80+ Versorgern aus — mit dem passenden Modell aus Festpreis, Tranche oder Spot-Index. Mehr dazu auf unseren Seiten zur Strom-Beschaffung und für Industrie- & RLM-Kunden.

So gehen wir Ihr Lastspitzenmanagement an

1. Lastgang sichten: Wir werten Ihre 15-Minuten-Messwerte aus und identifizieren, wann und wodurch Ihre Spitzen entstehen. 2. Potenzial bewerten: Wir zeigen, welche Hebel — Lastverschiebung, Speicher, § 14a EnWG, StromNEV — für Ihren Betrieb realistisch sind. 3. Umsetzung begleiten: Auf Wunsch verzahnen wir die Maßnahmen mit der nächsten Ausschreibung, damit sich Lastprofil und Vertrag optimal ergänzen. Für Sie ist die Beratung kostenfrei — vergütet werden wir im Erfolgsfall vom Versorger, vergleichbar mit einem Makler.

Häufige Fragen zum Lastspitzenmanagement

01

Was genau ist eine Lastspitze?

Die Lastspitze ist der höchste viertelstündliche Leistungswert (in kW), den Ihr Betrieb im Abrechnungszeitraum erreicht. Bei RLM-Kunden wird dieser Wert aus dem 15-Minuten-Lastgang ermittelt und bestimmt den Leistungspreis für das gesamte Jahr.

02

Warum verteuert eine kurze Spitze die Kosten für ein ganzes Jahr?

Weil der Leistungspreis pro Kilowatt auf die Jahreshöchstlast berechnet wird. Der höchste gemessene Viertelstundenwert legt diesen Preis fest — unabhängig davon, dass er nur wenige Minuten auftrat. Deshalb lohnt es sich, gezielt die Spitzen zu kappen, nicht nur den Gesamtverbrauch zu senken.

03

Was bedeutet Peak Shaving?

Peak Shaving ist das gezielte Kappen von Lastspitzen — durch ein Lastmanagement, das Verbraucher rechtzeitig entzerrt oder drosselt, oder durch einen Batteriespeicher, der kurze Lastgipfel aus der Batterie abdeckt. So wird die gemessene Spitzenlast reduziert, ohne die Produktion auszubremsen.

04

Kann ich über das Netzentgelt sparen?

Möglicherweise ja. § 19 Abs. 2 StromNEV sieht für eine atypische Netznutzung (Spitze außerhalb der Hochlastzeiten) oder eine intensive, gleichmäßige Netznutzung reduzierte Netzentgelte vor. Ob Sie profitieren, hängt von Ihrem Lastgang und Ihrem Netzbetreiber ab — das prüfen wir anhand Ihrer realen Messwerte.

05

Brauche ich für eine Lastgang-Analyse besondere Technik?

Nein. Als RLM-Kunde liegen Ihre 15-Minuten-Messwerte bereits vor und können über Ihren Messstellenbetreiber bereitgestellt werden. Diese Daten genügen uns für den Einstieg — Investitionen in Speicher oder Lastmanagement sind erst dann Thema, wenn die Analyse ein lohnendes Potenzial zeigt.

Lastspitzen erkennen, Kosten senken

Senden Sie uns Ihre Eckdaten (Jahresverbrauch, Standorte, aktuelle Vertragslaufzeit) — Sie erhalten eine unverbindliche Ersteinschätzung, wo in Ihrem Lastgang die größten Hebel liegen.

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